Sie sind hier: Bürgerinfo


Veröffentlichung

Kosolidierungsvertrag zur Teilnahme am Kommunalen Entschuldungsfonds Rheinland-Pfalz (KEF-RP)
zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Ortgemeinde Lissendorf:

Download: KEF Vertrag 2012 [4.032 KB]






>>> Hier: zu den Anzeigen der verfügbaren Baugrundstücken und Immobilien.<<<






Fotogalerie Container

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.

Galeriefotos von Helmut Michels.






Fotogalerie Eisenbahnbrücke

Sie müssen Ihren Flash-Player aktualisieren.

Klicken Sie hier, um Ihren Flash-Player zu aktualisieren.

Galeriefotos von Helmut Michels.

Fetter Fang: 70 Tonnen Stahl am Haken

(Trierischer Volksfreund vom 05.05.2008)

150 Schaulustige haben das Entfernen der alten Stahlbrücke an der Landesstraße zwischen Birgel und Lissendorf in der Nacht zum Sonntag beobachtet.

Lissendorf. (jtz) Samstagnacht, 0.01 Uhr, die Bahngleise zwischen Köln und Trier sind gesperrt. Erst jetzt dürfen die Kranarbeiten zum Abhub der Straßenbrücke über den Gleisen beginnen (der TV berichtete). Notstrom-Aggregate rattern. Riesige Scheinwerfer leuchten die Baustelle am Lissendorfer Bahnhofsgelände aus. 150 Schaulustige postieren sich auf beiden Seiten der Zufahrtsrampe zur Landesstraße, um die gigantische Atmosphäre beim Abheben der 100 Jahre alten stählernen Brücke mitzuerleben.

Um 2 Uhr hebt der Kranführer die 70 Tonnen schwere Stahlbrücke ab und setzt sie langsam auf den Lagerplatz neben den Gleisen ab. TV-Foto: Josef Schmitz

Der 81-jährige Erich Spohr aus Lissendorf klagt wehmütig: "Tausende Mal bin ich darüber gefahren. Nun verschwindet die seltene Brücke, ein Wahrzeichen von Lissendorf."

Derweil rüstet eine Arbeitsmannschaft den 500-Tonnen-Kran auf. Sorgfältige Berechnungen des Neigungswinkels für den Kranarm sind vorausgegangen, zumal die Nieten der Stahlbrücke stark angerostet sind. Ein Risiko will keiner eingehen.

Gegen 1.45 Uhr befestigen die Arbeiter vier neue orangefarbene Gurte an den Ecken der 70 Tonnen schweren Stahlkonstruktion. Bauleiter Theo Mies von der Firma Klein aus Jünkerath: "Wir haben schon viele neue Stahlbetonbrücken verlegt, aber noch nie ein altes Schätzchen demontiert."

Lange Vorbereitung, schnelle Umsetzung

Projektleiter Uwe Kraushaar vom Landesbetrieb Mobilität in Gerolstein prüft nochmals die sichere Befestigung der Gurte. Um 2 Uhr ist es dann so weit: Ganz langsam hebt der Kran die Brücke etwa 50 Zentimeter von den Betonwiderlagern hoch, schwenkt nach rechts und setzt die Stahlkonstruktion auf dem Lagerplatz neben den Gleisen ab. Um 2.15 Uhr heißt es nur noch: "Es hat lange gedauert, aber prima geklappt."

Anstelle der ausgedienten Stahlfachwerk-Brücke aus dem Jahr 1909 wird eine Stahlbetonplatten-Brücke für 1,4 Millionen Euro gebaut.






Newsletter Nr. 17 vom 31.12.2007


Hallo liebe Lissendorfer - ob aktuell oder ehemalig - und liebe Freunde des Ortes,
der Newsletter lebt noch, auch wenn es eine grössere Pause gegeben hat.

Zunächst wünsche ich allen Empfängern des Newsletters ein gutes Jahr 2008, vor allem natürlich Gesundheit und wenn sie krank sind, gute Besserung.
Der Newsletter soll Kontakte zwischen allen, die in irgendeiner Art und Weise mit Lissendorf verbundens sind (und seien es nur Erinnerungen) fördern und suchen. Dazu rufe ich alle alle Empfänger auf, diese Arbeit zu unterstützen, indem sie eigene Beiträge einsenden, mir E-Mail-Adressen von ehemaligen Lissendorfern mitteilen, die Internet-Seite Lissendorf.de mit dem Gästebuch besuchen und möglichst auch dort Spuren hinterlassen. Bei der Gelegenheit kann man dann auch meine private Seite www.Lissendorf.net besuchen.

Ein herzliches Dankeschön übrigens an Stefan Fasen, der die Seite Lissendorf.de hervorragend betreut!!


Ein Jahr ist zu Ende und für Lissendorf das bedeutendste Ereignis ist sicherlich der Untreue-Fall im Rathaus der Verbandsgemeinde Obere Kyll, der uns alle schockiert hat, zum einen wegen des Täters, der grenzenloses Vertrauen genoss (übrigens auch von mir!), zum anderen wegen der langen Zeit, in der er tätig war und nicht zuletzt durch die unvorstellbare Summe von 2,5 Millionen Euro, von denen ca. 700.000 Euro zu Lasten der Ortsgemeinde Lissendorf gehen. Auch wenn wir diese, so wie es zur Zeit aussieht, zurückerhalten, bleibt der Schock.

Eine Menge von kleineren Ereignissen hat es gegeben, die an dieser Stelle nicht alle genannt werden können (so waren zum Beispiel zwei Lissendorfer, ein heutiger (Stefan Stellmach) und ein ehemaliger (Siegfried Winkler) im Finale eines SWR-Musikwettbewerbs.
Mehr dazu im Internet: Link zur betreffenden swr-Seite

Siegfried Winkler war mir bereits einmal im TV begegnet: In der Show „Alles oder nichts“ mit dem Thema Edith Piaf (wenn ich mich recht erinnere).
Leider mussten wir auch in diesem Jahr von einigen Abschied nehmen, die uns verbunden waren. Ihnen sei an dieser Stelle ein Gedenken gewidmet.

Nachstehend noch drei Presseartikel aus dem Jahr 2007.

Für heute verbleibe ich nun mit allen Grüssen
Lothar Schun

Kindstötungs-Prozess wird nicht neu aufgerollt

Karlsruhe/Trier. (sey) Der Kindstötungs-Prozess gegen eine 32 Jahre alte Frau aus Lissendorf (Vulkaneifelkreis) wird nicht neu aufgerollt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Weil sie das zweieinhalbjährige Kind einer Freundin brutal misshandelt und schließlich getötet hat, muss die zuletzt im Eifel-Ort Lissendorf wohnende Kamerunerin Haoua H. für 13 Jahre ins Gefängnis. Nachdem der Zweite Strafsenat des Bundesgerichtshofs gestern die von Verteidigung und Staatsanwaltschaft eingelegten Revisionen verworfen hat, ist das neun Monate alte Urteil des Trie rer Landgerichts rechtskräftig. Die beiden Verteidiger der Angeklagten, Otmar Schaffarczyk (Trier) und Markus Herzog (Koblenz), hatten Revision eingelegt, weil das Trie-rer Gericht einige Beweisanträge der Anwälte zurückgewiesen hatte. Die Staatsanwaltschaft wollte, dass die Frau wegen Mordes und nicht "nur" wegen Totschlags verurteilt wird. Der Prozess um den Tod der kleinen Salomé hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht.

Gute Mischung, tolle Gemeinschaft

Von unserer Mitarbeiterin Brigitte Bettscheider

Die 30 Kinder, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Mütter, die sich zu dem Chor "Ohrwurm" zusammen getan haben, geben am 23. Dezember ein Benefizkonzert zugunsten des behinderten Kindes Benjamin Lahn. Unterstützung erhalten sie von den "Eifelbikern" aus Lissendorf. Der TV besuchte eine Probe.
Der Chor „Ohrwurm“ gibt am vierten Adventssonntag ein Benefizkonzert in der Deudesfelder Kirche. TV-Foto: Brigitte Bettscheider
Deudesfeld/Lissendorf. Die komplette Ohrwurm-Mannschaft steht wie jeden Samstagnachmittag im Chorraum der Pfarrkirche St. Simon und Juda und singt gerade "Hand in Hand" - ein gefühlvolles Lied, sehr melodisch, fein untermalt von Flöten- und Gitarrenklängen. Von eben dieser Stelle aus werden 30 Mädchen und Frauen und ein Junge am vierten Adventssonntag ein Benefizkonzert geben, werden in drei Blöcken weltliche, kirchliche und vorweihnachtliche Lieder singen. "Versprochen", sagt Michael Schmitz aus Lissendorf, der extra zu der Probe nach Deudesfeld gekommen ist, um sich mit dem "Ohrwurm" für den Konzerttag abzusprechen. Er ist der Vorsitzende der Interessengemeinschaft (IG) "Eifelbiker" und des dazugehörigen Vereins "Biker helfen Kindern", und für diesen Verein ist 2007 das "Benjamin-Lahn-Jahr" (siehe Hintergrund). Mit "Versprochen" meint Michael Schmitz: "Wir bauen draußen vor der Kirche einen Glühweinstand auf und übernehmen den Ausschank, und wir laden alle Vereinsmitglieder zu dem Konzert ein."
Den Verein hatte Birgit Berens, eine der Ohrwurm-Mütter, auf der Suche nach einem hilfebedürftigen Kind entdeckt. "Wir haben uns für Benjamin entschieden, damit er noch eine Delfintherapie machen kann", sagt Birgit Berens dem TV, und berichtet, dass der "Ohrwurm" sich 2001 aus einem musikalischen Familiengottesdienst-Kreis gebildet habe. Seither treten sie am Weißen Sonntag, bei Tauffeiern und goldenen Hochzeiten auf. Sie haben bei einem Rolf-Zuckowski-Konzert in Mainz mitgewirkt und sind an der CD des Lions Club Daun (der TV berichtete) beteiligt. Nun soll das Benefizkonzert zu einem weiteren Höhepunkt werden. "Wir wollen zeigen, was wir können, und wir wollen Benjamin helfen", erklärt Berens.
Der zwölfjährige Kai Roden ist der einzige Junge in dem Chor. "Macht mir überhaupt nichts aus", sagt er dem TV. "Es macht total viel Spaß. Am liebsten singe ich ‚Imagine' und ‚Oh happy day'. Lisa Eckstein ist mit ihren neun Jahren eine der Jüngsten. "Ich singe gerne mit anderen zusammen", erzählt sie und nennt als ihre Lieblingslieder "Dezemberträume" und "Der Baum des Lebens". Verena Berens (19) ist in der Ausbildung zur Krankenschwester und von Anfang an beim "Ohrwurm". "Wir sind eine gute Mischung und eine tolle Gemeinschaft", findet sie. Und wenn sie sagt: "Da krieg ich Gänsehaut", dann meint sie ihr liebstes Lied: "Mädchen".
Das Ohrwurm-Benefizkonzert zugunsten von Benjamin Lahn ist am vierten Adventssonntag (23. Dezember) um 18 Uhr in der Pfarrkirche in Deudesfeld.
Hintergrund Biker helfen Kindern e.V.: Benjamin Lahn und die IG Eifelbiker - Der sechsjährige Benjamin Lahn aus Alflen/Kreis Cochem-Zell hat einen seltenen Chromosomfehler (partielle Trisomie 16). Benjamin kann noch nicht laufen und sprechen, dennoch hat er schon viel erreicht. Durch eine spezielle Hörkur ("Tomatis-Therapie") und zwei Delfintherapien in Florida haben sich sein Körpergefühl und seine Kommunikationsfähigkeit deutlich verbessert. Da die Krankenkasse diese und ähnliche Maßnahmen nicht bezahlt, ist die Familie auf Spenden angewiesen. Die "Eifelbiker" haben bei ihrer "Biker Week" im Juni und bei anderen Aktionen im Jahr 2007 rund 3000 Euro für Benjamin aufgebracht. Kontakt: Michael Schmitz, Lissendorf, Telefon 0177/7142246, Internet: www.highlandereifel.de; oder Sascha Krafczyk, Lengerich, Telefon 05481/945754, E-Mail: sascha@ig-eifelbiker.de, Internet: www.ig-eifelbiker.de. (bb)

Millionen weg, Affäre da Drama in sechs Akten

Von unserem Redakteur Marcus Hormes
33 Wochen nach Enthüllung des Untreue-Falls in der Verbandsgemeinde (VG) Obere Kyll sind die Fragen nach Verantwortlichkeiten und Konsequenzen weiter offen. Zum Start unserer Serie beleuchten wir die Rollen der Behörden und Fraktionen.

Jünkerath. Erst für den 24. Januar steht die Untreue-Affäre wieder auf der Tagesordnung des VG-Rats Obere Kyll.
Der Täter: 2,53 Millionen Euro hat der ehemalige Kämmerer der VG innerhalb von 13 Jahren veruntreut. Nach seinem Tod in Untersuchungshaft stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen ein.

Der Bürgermeister: Werner Arenz (CDU) sieht sich und seine Mitarbeiter als Opfer, lehnt einen Rücktritt ab. Sein Fehler sei gewesen, dass er dem Kämmerer vertraut habe. Der Betrug selbst sei nicht zu entdecken gewesen.

Die ADD: Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier erklärt sich für nicht zuständig, da das Gemeindeprüfungsamt der Kreisverwaltung (KV) Vulkaneifel dem Landesrechnungshof untersteht.

Der Rechnungshof: Im Prüfbericht der Kreisverwaltung sind die Sachverhalte nach Auffassung des Rechnungshofs "umfassend ermittelt und dargestellt". Etwaige dienst- und haftungsrechtlichen Konsequenzen seien Sache der Kommunalaufsicht bei der KV.

Die Kreisverwaltung: Jegliches eigenes Mitverschulden weist die KV zurück. Die Prüfung der Konsequenzen aus Rechtsverstößen und organisatorischen Schwachstellen im Jünkerather Rathaus dauert an. Bis die Stellungnahme der VG-Verwaltung vorliegt, gibt es zu Details keine Aussage.

Die CDU-Fraktion: Per Antrag fordert die CDU einen Organisationsumbau der VG-Verwaltung, ein Controlling und die Prüfung von Schadenersatz-Ansprüchen. Bei Bürgermeister und Mitarbeitern sei bisher kein grob fahrlässiges Handeln erkennbar.

Die SPD-Fraktion: Ihre Rücktrittsforderung an Werner Arenz aus Gründen der politischen Moral hält die SPD aufrecht und beharrt darauf, dass der Rechnungshof die KV kritisch prüfen muss.
Die FWG-Fraktion: Ein externer Rechtsanwalt soll Schadenersatz-Ansprüche prüfen und dabei auch den Bürgermeister nicht außen vor lassen. Ein konkreter Antrag der FWG dazu steht noch aus.

Mai 2007: Der Geldwäsche-Beauftragte einer Bank meldet auffällig hohe Überweisungen auf ein Konto des Kämmerers. Bürgermeister Werner Arenz stellt Strafanzeige, der geständige Kämmer kommt in Untersuchungshaft.
Juni: Die Beratungsgesellschaft Gekom und das Gemeindeprüfungsamt untersuchen, wie der Betrug ablief.

Juli: Der Kämmerer stirbt an den Folgen einer Krankheit. Das veruntreute Geld stammt von der VG sowie den Ortsgemeinden Lissendorf, Stadtkyll, Jünkerath und Steffeln.

Oktober: Die beiden Prüfberichte decken Rechtsverstöße und Schwachstellen auf, halten sich jedoch bei der erweiterten Schuldfrage zurück.

November: Die SPD fordert den Rücktritt von Arenz, "um weiteren Image-Schaden für die Politik und die Demokratie zu verhindern".

Dezember: Wer als Mitverantwortlicher haftbar gemacht werden kann, ist nach wie vor offen. Im Rathaus gab es etliche Umbesetzungen und Neuverteilung von Aufgaben.
Meinung: Schluss mit dem Spiel auf Zeit

Die Aufklärung der Untreue-Affäre an der Oberen Kyll ist an einem toten Punkt angelangt. Jeder schiebt den Schwarzen Peter weiter und jede Mitverantwortung von sich. Auch nach mehr als sieben Monaten ist immer noch unklar, wer wie für was zur Rechenschaft gezogen werden kann und muss. Ein unhaltbarer Zustand, der das Rechtsempfinden der Bürger empfindlich stört. Schlimm genug, welcher finanzielle Schaden durch die kriminellen Machenschaften des Kämmerers entstanden ist. Es wird höchste Zeit, die politischen und rechtlichen Konsequenzen aus den Schlampereien und Kompetenz-Überschreitungen zu ziehen, die den Betrug begünstigt haben. Da der Rechnungshof sich wegduckt, Bürgermeister Arenz weiter von der CDU-Mehrheitsfraktion gestützt wird, SPD und FWG überfordert sind, kommt der Kreisverwaltung eine Schlüsselrolle zu. Die VG muss endlich ihre Stellungnahme abgeben, die Kommunalaufsicht das Verfahren vorantreiben und abschließen. Das Ergebnis muss der Rechnungshof bewerten — auch die Rolle der Kreisverwaltung. m.hormes@volksfreund.de
Am 24. Januar 2008 will sich der Verbandsgemeinderat Obere Kyll (hier bei der Sondersitzung im Oktober) erneut mit dem Untreue-Fall im Rathaus befassen. TV-Foto: Marcus Hormes



Newsletter Lissendorf Nr. 16 vom 01.01.2007

Trierischer Volksfreund vom 05.12.2006:

Die Chance auf ein eigenes Reich

Von unserem Mitarbeiter
CARSTEN RUGE


LISSENDORF. Seit mehr als zehn Jahren gibt es in Lissendorf (Verbandsgemeinde Obere Kyll) keinen Jugendraum mehr. Dies soll sich jedoch bald ändern. Lediglich die Finanzierung ist noch unklar.
Lange haben die Lissendorfer nach einem Jugendraum gesucht. Eine Lösung des Problems ist in Sicht. Es fehlt noch die Zustimmung der Kommunalaufsicht. Für das gesamte Projekt sind 15 000 Euro veranschlagt.

"Leider ist unsere Gemeinde hoch verschuldet. Aber über die Notwendigkeit eines Jugendraums sind sich alle einig", sagt Ortsbürgermeister Lothar Schun. Nach einem Gespräch zwischen Gemeinderat, Jugendlichen und Vereinen starteten sie eine Suchaktion nach einem geeigneten Raum und überlegten, Gemeinderäume umzubauen. Doch niemand konnte einen Raum zu Verfügung stellen. Auch ein Umbau gemeindeeigener Räume scheiterte an Kosten oder fehlender Genehmigungen.

Nach den ersten Gesprächen bildete sich in Lissendorf eine Jugendgruppe. Sie arbeitet eng mit dem Gemeinderat zusammen. Anstoß zur aktuell angestrebten Lösung gab ein Fall in der benachbarten VG Gerolstein. Die Ortsgemeinde Rockeskyll kaufte einen Wohncontainer für ihre Jugendlichen. Nach einer Absprache ergab sich für Lissendorf die Möglichkeit, den Container zu erwerben. Die Rockeskyller hatten in der Zwischenzeit einen anderen Raum für ihre Jugend erhalten. "Wir hatten die Option, den Container zu kaufen", erinnert sich Schun.

Es sollte jedoch noch besser für die Lissendorfer kommen. Im eigenen Ort baut derzeit ein Niederländer ein Haus. Während der Bauzeit wohnt er in einem geräumigen Wohncontainer mit zugehörigem Sanitärcontainer. "Wir dachten, die Container gehören der Baufirma. Es hat sich aber herausgestellt, dass sie dem Bauherrn gehören und zu erwerben sind", sagt Schun.

Der Vorteil: Die Container sind günstiger. Außerdem sind bereits eine Heizung und eine Küche integriert. Ein geeigneter Stellplatz ist ebenfalls schon gefunden. Neben der Lissendorfer Mehrzweckhalle besitzt die Gemeinde ein Grundstück. Zur Stromversorgung könnte die Halle "angezapft" werden. Ein Abfluss kann ebenfalls leicht angelegt werden.

Über die Gestaltung des zukünftigen Jugendtreffs hat sich Schun auch schon Gedanken gemacht: "Wir werden den Jugendlichen dabei freie Hand lassen und uns nur um die Kosten kümmern." Er appelliert an die Selbstständigkeit und -verantwortung der Dorfjugend: "Dieses Projekt kann nur erfolgreich sein, wenn die Jugendlichen mit uns harmonieren."

Die Gemeinde will aber auch einige grundlegende Dinge festzurren. So ist eine Hausordnung geplant. Alkoholkonsum und Rauchen im Container sollen verboten werden. Auch ist der Raum nicht durchgehend geöffnet. "Den Schlüssel für die Räume bekommen die Jugendlichen bei mir", kündigt Schun an (siehe Extra).

Ohne die Zustimmung der Kommunalaufsicht geht allerdings nichts. Doch auch hier ist der Bürgermeister optimistisch: "Ich denke, dass wir die Zustimmung erhalten." Nicht zuletzt durch Spenden versuchen die Lissendorfer, die Kosten einzudämmen. Sponsoren sind also willkommen.
Trierischer Volksfreund vom 28.12.2006:

Kindstötung in der Eifel: 13 Jahre Haft

TRIER. (sey) Weil sie das zweieinhalbjährige Kind einer Freundin brutal misshandelt und schließlich getötet hat, muss eine 32 Jahre alte Frau aus Lissendorf (Kreis Daun) für 13 Jahre ins Gefängnis. Das hat gestern das Trierer Landgericht entschieden. Die Verteidiger der Frau wollen gegen das Totschlagsurteil in Revision gehen.

Äußerlich regungslos, den Blick – wie fast den gesamten Prozess über – nach unten gesenkt, verfolgt die angeklagte Kamerunerin Haoua H. die rund einstündige Urteilsbegründung der Vorsitzenden Richterin Petra Schmitz.
Derweil nicken die beiden Verteidiger, Otmar Schaffarczyk (Trier) und Markus Herzog (Koblenz), kaum merklich mit dem Kopf. Die Anwälte sind nicht unzufrieden mit dem Urteil. Schließlich ist es ihnen gelungen, den Mordvorwurf der Staatsanwaltschaft gegen ihre Mandantin vom Tisch zu bekommen. 13 Jahre Gefängnis wegen Totschlags lautet schließlich das Urteil der fünfköpfigen Kammer. "Ein Teilerfolg", finden die beiden Rechtsanwälte, die dennoch Revision einlegen wollen. "Die Vorsitzende hatte schon Begründungsnot", meint Herzog.

Nach Begründungsnot klingt das freilich nicht, was Chef-Richterin Petra Schmitz in ihrer ausführlichen Urteilsbegründung von sich gibt. So minutiös, wie es möglich ist, wenn eine Angeklagte 19 Verhandlungstage über schweigt (was ihr Recht ist), listet die Vorsitzende auf, wie sich die letzten Tage und Wochen im Leben der kleinen Salomé vor ihrem Tod im November 2005 abgespielt haben. Es war ein Martyrium für das der Angeklagten von ihrer besten Freundin nur in Obhut gegebene Kind, "quälerisch und sadistisch", so der Staatsanwalt.

Die Richterin listet noch einmal die bei der Obduktion des Kindes festgestellten Verletzungen auf. Sie erinnern an Auszüge aus einem Folter-Lexikon. "Sie wollten, dass das Kind stirbt", sagt Petra Schmitz in Richtung der Angeklagten, "Sie handelten bewusst und zielgerichtet." Nur bei der Frage nach dem Motiv muss die Richterin passen. Denkbar sei einiges, "aber wir können es nicht nachweisen".

Wird das Urteil rechtskräftig, kann Haoua H. bei guter Führung mit einer vorzeitigen Entlassung rechnen, wenn sie die Gefängnisstrafe zu Zweidritteln verbüßt hat – unter Anrechnung der Untersuchungshaft also nach siebeneinhalb Jahren. Wahrscheinlich ist, dass die in Scheidung lebende 32-Jährige irgendwann in ihr Heimatland Kamerun abgeschoben wird.
Kommentar im TV vom 28.12.2006 :

Zu milde bestraft?

Nach fast acht Monaten und 19 mitunter nicht leicht zu ertragenden Prozesstagen steht das Urteil gegen eine zuletzt im Eifelort Lissendorf wohnende Frau fest: Das Trierer Schwurgericht schickt die 32-jährige Diplomatentochter für 13 Jahre ins Gefängnis. Wegen Totschlags und nicht wegen Mordes, wie ursprünglich von der Staatsanwaltschaft gefordert. Ist mit dieser Bestrafung das schlimme Verbrechen an der damals zweieinhalbjährigen Salomé ausreichend gesühnt?

Das kleine Mädchen musste vor ihrem Tod – sie verblutete letztlich – ein wochenlanges Martyrium erleiden. Der Gerichtsmediziner stellte bei der Obduktion der Leiche zahllose Stich- und Schnittwunden fest, diverse Brüche, Narben, Bisswunden und sogar ausgestanzte Hautstücke. Trotzdem sah das Gericht das für eine Verurteilung wegen Mordes erforderliche Mordmerkmal der Grausamkeit nicht für erfüllt an. Bestimmte besonders schmerzhafte und schwere Verletzungen seien dem Kleinkind womöglich erst zugefügt worden, nachdem es bereits bewusstlos gewesen sei, meinte die Vorsitzende Richterin zur Begründung. Das mag stimmen, mutet aber mehr als kurios an angesichts der zuvor aufgelisteten Menge und Schwere der Verletzungen, die der Staatsanwalt sogar mit Folter verglich. In weiten Teilen der Bevölkerung wird das gestrige Urteil daher auf Unverständnis stoßen, weil es zu milde ist; auch wenn sich Juristen trefflich über die Bewertung der Tat streiten mögen.

In diesem Aufsehen erregenden Prozess ist das letzte Wort aber vielleicht noch nicht gesprochen. Möglicherweise bewertet der Bundesgerichtshof in Karlsruhe den Fall ja anders.
Berliner Kurier vom 23.12.2006:

Wer wird Millionär?

Zweite Chance für alle Nullen

Verlierer-Kandidaten kommen diesmal mit Verstärkung

Ganz schön peinlich, es auf Günther Jauchs Ratestuhl zu schaffen und dann ohne einen Cent nach Hause zu gehen. Heute nun treten zehn "Nullen" bei "Wer wird Millionär?" (RTL, 20.15 Uhr) zur eigenen Ehrenrettung an.
Und damit die "zweite Chance" nicht die zweite Blamage wird, dürfen alle Kandidaten einen Co-Ratefuchs mitbringen. Der allerdings entscheidet verbindlich über A, B, C oder D – und streicht als offizieller Gewinner das erspielte Geld ein. "Ich gehe davon aus, dass Freunde halbe-halbe machen", sagt Jauch.

Ute Braunecker aus Gerolstein hofft, dass sie es diesmal weiter schafft, als bei ihrem Auftritt am 2. Oktober 2001. Da scheiterte die Bankkauffrau schon an der fünften Frage: "Rimski-Korsakow komponierte den berühmten A: Gänsemarsch, B: Schweinsgalopp, C: Hummelflug, D: Ententanz?" Auf die richtige Antwort C kam sie einfach nicht. Nun will es ihr Mitspieler Lothar Schun besser machen. Schließlich hat der 56-jährige Schachfan den Gewinn schon fest eingeplant: "Eine Spende für die Gemeinde, in Altersteilzeit gehen."

Mit einem hohen Gewinn liebäugelt auch Piroska Kuhn. Die 24-jährige Berlinerin ist der Co-Ratefuchs ihrer Mutter Gabi, die am 9. Oktober 2000 ohne einen Cent Jauchs Stuhl verlassen musste. Piroska: "Einen BMW Z4, eine Eigentumswohnung, Sprachreisen nach Frankreich, Italien oder Spanien – die müssten rausspringen."
Die Auswahlfrage konnte Ute Braunecker richtig beantworten. Die Bankkauffrau aus Gerolstein fiel Ende 2001 von der Frageleiter, als sie dem Komponisten Rimski-Korsakow nicht den „Hummelflug“, sondern den „Ententanz“ zuordnete. Damit es diesmal besser läuft, hat sie ihren Schachkollegen und guten Freund Lothar Schun aus Lissendorf mitgebracht.

Schon bei der 500 Euro-Frage half das Publikum aus und ordnete korrekt der Pflanze „Parnassia“ das „Herzblatt“ zu und nicht „Wahre Liebe“ oder „Peep!“. Der nächste Joker wurde bei der 2.000 Euro-Frage nach dem Namen des Schuldirektors von „Hogwarts“ eingesetzt. Der Kollege am Telefon hatte Harry Potter gelesen und konnte Dumbledore der Schule zuordnen .
Den letzten übrigen Joker setzte das Quiz-Paar bei der 4.000 Euro-Frage ein, der 50/50-Joker half hier bei dem Sprung zur nächsten Frage. Bei der 16.000 Euro-Hürde war leider wie bei ihren Vorgängern Schluss:
“Mit rund 3.400 m ist der Pico de Aneto der höchste Berg der …?“
A: Pyrenäen
B: Balearen
C: Algarve
D: Apenninen

Das Risiko mochten sie nicht eingehen und nahmen 8.000 Euro mit nach Hause. Schade, denn auf die richtige Antwort „Pyrenäen“ hätten sie getippt...





Newsletter Lissendorf Nr. 15 vom 20.09.2006

Marienkapellchen neu geweiht

Lissendorf.
Am Samstag, dem 3. September 2006 wurde das so genannte Marienkapellchen in Lissendorf nach umfangreichen Sanierungsarbeiten neu geweiht. Dieses, am Fuß des Burgbergs und unmittelbar am Ehrenfriedhof gelegene Kapellchen ist nicht nur für viele Lissendorfer, sondern auch für manche auswärtigen Besucher des Ehrenfriedhofs mehr als nur ein kirchliches Bauwerk. Davon zeugen nicht nur Dankestafeln, sondern auch die fast immer brennenden Kerzen.

Vielleicht hängt die besondere Bedeutung aber auch mit der Entstehungsgeschichte zusammen: In den Jahren 1875 – 1885 wütete in Lissendorf die Diphterie. Eine Familie Schmitz hatte 4 Kinder, von denen 2 an dieser Krankheit starben. Der Vater legte nun ein Gelübde ab, eine Kapelle zu Ehren der Mutter Gottes zu errichten, wenn die beiden anderen Kinder von der Krankheit verschont würden. Dies geschah und getreu dem Versprechen errichtete er 1889 die Kapelle. Seitdem wurde dieses Bauwerk von Familien ehrenamtlich gepflegt und unterhalten, zuletzt durch Emilie und Jakob Schmitz, unterstützt von weiteren Familienangehörigen. In den letzten Jahren stellten sich dann Mängel heraus, die durch ehrenamtliche Arbeit einer Familie nicht mehr behoben werden konnten.
Da seitens des Bistums ein Zuschuss nur für Gotteshäuser möglich ist, in denen auch Gottesdienste gefeiert werden und der „normale“ Haushalt der Kirchengemeinde auch nicht zur Verfügung stand, war man auf Spenden angewiesen. Es zeigte sich bald, dass Pfarrgemeinde- und Verwaltungsrat – wie schon bei der Renovierung der Orgel für die Pfarrkirche – auf sehr viel Unterstützung seitens der Bürger bauen konnten. Im September 2005 konnte im Pfarrbrief verkündet werden, dass bereits ca. die Hälfte der notwendigen Spenden zusammengekommen ist: „Dem Aufruf und der Bitte, für die dringenden Sanierungsmaßnahmen am Marienkapellchen in Lissendorf zu spenden, sind viele bisher nachgekommen. Dafür sage ich Ihnen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Mittlerweile ist die stolze Summe von 5.530,00 € zusammengekommen. Wie wir Ihnen im vorletzten Pfarrbrief mitgeteilt haben, belaufen sich die geschätzten Kosten auf über 10.500,00 €. Somit fehlen uns noch ca. 5.000,00 €.“ Doch auch dieser fehlende Betrag kam schnell zusammen, u. a. durch eine Aktion anlässlich des Verkaufsoffenen Sonntags der Ortsgemeinden Birgel und Lissendorf, bei der Waffeln, Kuchen und hausgemachte Wurstbrote verkauft wurden. Viele Helfer und Firmen unterstützten dann die Arbeiten an Dach, Sandsteinfundamenten und Außenanstrich, sodass diese in den vergangenen Monaten zum Abschluss gebracht werden konnten. In einer bewegenden Feier, die musikalisch von Mitgliedern der Hubertusbläser Birgel begleitet wurde, konnte Pastor Reinhard Mallmann die Kapelle neu einsegnen. Damit fanden die Arbeiten ihren Abschluss und gleichzeitig war dies die Eröffnungsveranstaltung des diesjährigen Pfarrfestes.





Newsletter Lissendorf Nr. 15 vom 06.11.2005

Hochbetrieb an den Ständen

Hallo und guten Tag sage ich allen Lesern des Newsletters,
Die Kirmes ist rum und damit der verkaufsoffene Sonntag. Hierzu ein Artikel aus dem TV:

Verkaufsoffener Sonntag in Lissendorf und Birgel

LISSENDORF/BIRGEL.
(ka) Schon die Premiere 2004 war ein voller Erfolg. Die zweite Auflage des verkaufsoffenen Sonntags der Nachbargemeinden Lissendorf und Birgel übertraf die Erwartungen noch einmal erheblich.

Fest steht: Mit ihrer Gemeinschaftsaktion, St. Dionysius-Kirmes und Flohmarkt inbegriffen, sind die beiden Ortsgemeinden auf dem richtigen Weg. Das schlüssige Veranstaltungskonzept mit breit gefächertem Verkaufs-, Fest- und Unterhaltungsprogramm ließ kaum Wünsche offen. Nicht nur die Geschäfte, Gewerbetreibenden und Dienstleister hatten ihre Pforten geöffnet, auch die Gemeinden und Ortsvereine waren auf vielerlei Weise präsent. Die Feuerwehr Lissendorf beeindruckte mit Brandschutzvorführungen, der Kindergarten lud zu Bilderbuch-Kino und zur Märchenstunde ein, und verschiedene Jugendgruppen verkauften Selbstgebasteltes. Während sich die kleinen Besucher bei Ponyreiten oder Kinderschminken erfreuten, zog es die Erwachsenen vor allem zur großen Autoshow. Damit die Besucher bei Kräften blieben, versorgte sie der Pfarrgemeinderat mit Waffeln und belegten Broten. Der Erlös dient der Renovierung der Friedhofskapelle.

Sehr zufrieden zeigten sich Lissendorfs Ortsbürgermeister Lothar Schuhn und sein Birgeler Amtskollege Günter Klinkhammer. Dass der gemeinsame verkaufsoffene Sonntag zur Dauereinrichtung avancieren wird, scheint beschlossene Sache zu sein. Beide Bürgermeister dankten den Initiatoren sowie den Helfern.

Einladung zu den Gedenkfeiern des Volkstrauertages

Ich möchte diesen Newsletter nutzen, um alle Bürger Lissendorfs zu den Gedenkfeiern des Volkstrauertages einzuladen. Bitte geben Sie diese Einladung auch an andere weiter.
Leider hat die Beteiligung der Bürger in der Vergangenheit immer mehr abgenommen. Möglicherweise ist der Eindruck entstanden, es handelte sich hier nur um eine Gedenkfeier für die persönlich Betroffenen, also Angehörige der gefallenen Soldaten. Der Volkstrauertag hat jedoch noch eine ganz andere Funktion: Zu erinnern an Unrecht, welches nicht nur die Gefallen und Vermissten, sowie ihre Angehörigen betraf, sondern auch an die Anstrengungen für den Frieden zu erinnern.

Die Vereine, die - und das muss deutlich gesagt werden - sehr viel ehrenamtliches Engagement zeigen, haben in der Vergangenheit immer wieder zu bewegenden Feiern beigetragen, wir sollten aber die Vereine nicht allein auf dem Ehrenfriedhof und am Ehrenmal stehen lassen, sondern gemeinsam mit Ihnen den Volkstrauertag begehen.
In diesem Sinne bitte ich als Ortsbürgermeister um eine rege Teilnahme. Ich bitte alle Empfänger des Newsletters, diese Einladung auch an möglichst viele weiterzuleiten.

Mit herzlichen Gruessen
Lothar Schun
Ortsbürgermeister

Lissendorf 2005

Luftbild von Lissendorf im Jahr 2005 aus der Veröffentlichung in den Obere Kyll - Nachrichten Ausgabe 14/2006 vom 7. April 2006.